Das neue Wohnungseigentumsgesetz

von Rechtsanwalt

Volker C. Karwatzki

Vorwort

Der Gesetzgeber hat sich veranlasst gesehen, dass Wohnungseigentumsgesetz (WEG) zu novellieren. Anregungen, die sich aus der jahrelangen praktischen Anwendung des bisherigen Rechts ergaben, haben deutlich werden lassen, dass zum eine gewisse Flexibilisierung vonnöten war, es aber auch galt, die Flut von gerichtlichen Auseinandersetzung einzudämmen. In der Tat konnte Letzteres schon erfolgreich umgesetzt werden. So haben die Anträge (nunmehrige Klagen) auf dem Gebiet des Wohnungseigentumsrechts kräftig abgenommen. Jene, die meinten, jeden Beschluss einer Wohnungseigentümergemeinschaft anfechten zu müssen, haben nun das Risiko zu tragen, nicht nur ihre eigenen Kosten sondern auch die des obsiegenden Gegners tragen zu müssen. Leider haben sich in den letzten Jahren zunehmend Wohnungseigentümer gefunden, deren Interesse nicht darauf gerichtet war, rechtliche Konflikte zu vermeiden sondern Rechtsstreitigkeiten geradezu zu provozieren, schließlich war das Kostenrisiko klein. Aber Gerichte waren nicht immer hilfreich. Der Untersuchungsgrundsatz wurde überstrapaziert, wodurch sich insbesondere Hausgeldverfahren in gänzlich unnötiger Weise in die Länge zogen.

Die Reform ist vom Grundsatz her positiv zu bewerten, wie Sie in den weiteren Ausgaben, das wir diesem Thema widmen, erfahren werden.

In dieser und den nachfolgenden Ausgaben befassen wir uns mit folgenden Themen:

  • Die rechtliche Einordnung der Wohnungseigentümergemeinschaft
  • Die wirtschaftlichen Risiken
  • Die Beschlussfassung
  • Anfechtung von Beschlüssen
  • Eigentümerversammlung und Versammlungsniederschrift
  • Aufgaben und Befugnisse des Verwalters
  • Gerichtsverfahren

Schauen Sie ab und zu auf diese Internetseite und das neue Wohnungseigentumsrecht wird auch für Sie zu einer interessanten Materie werden.

Ausgaben:

Teil 1: Die Wohnungseigentümergemeinschaft

 

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